Folge 4: Warum Mülltrennung lebensgefährlich ist (manchmal)!


#1

Meine Mitbewohnerin besteht total auf Mülltrennung. Also war ich so nett und wusch mein leeres Marmeladenglas aus, um es brav zur Altglassammlung zu legen. Beim Spülen lief ein wunderbares Konzert von Hans Zimmer im Radio. Inspiriert von den wilden Klängen fühlte ich mich wie ein abenteuerlustiger Wikinger auf wilder See. Das Unglück nahm seinen Lauf. Tollpatschig wie ich bin, rutschte ich, in der von mir versuchten Wasserlache, aus. Dabei stieß ich mir meinen Kopf ziemlich heftig am Küchentisch und beendete sehr schlagkräftig meinen Tagtraum.

#2

Mit einer ordentlichen Beule am Kopf, wollte ich die leere Dose Linsen auch noch auswaschen. Dabei schnitt ich mir, in meinem Dusel, fast an der scharfen Dosenkante die Pulsadern auf. Aber was tut man nicht alles für die Umwelt (und die Mitbewohnerin). Mein Argument, ich hätte Trump, der jegliche Klimaabkommen für absurd hält, nicht gewählt wenn ich in den USA leben würde und - das wäre mein Beitrag zum Klimaschutz - ja das fand leider keinen Anklang bei meiner Mitbewohnerin.

#3

Voller Tatendrang machte ich mich auf den Weg zum Altmetall-Container. Unterwegs knurrte mich ein aggressiver Pitt Pull, hinter einem in die Jahre gekommenen, rostigen Zaun, an. Der Zaun beschloss wohl auch, dass es an der Zeit war die Pension anzutreten. Ich warf gerade meine zweitletzte Dose in den Container, als der Pitt Pull bellend um die Ecke geschossen kam. Todesmutig, beendete ich meine Dosenmission, schmiss die letzte Dose in die Öffnung des Containers und rannte dann um mein Leben.

#4

Auf meiner Flucht vor dem bissigen Pitt Pull wurde ich dann fast von einer Straßenbahn überfahren. Der wütende Fahrer zeigte mir beinhart den Stinkefinger. Aber ich wollte nicht aufgeben. Den Hund hatte ich abgeschüttelt. Also ging es jetzt weiter zum Altglas-Container. 

#5

Mein Weg zum Altglas-Container führte mich an einer Kneipe vorbei. Auf den Schock mit dem Hund und der Straßenbahn, gönnte ich mir ein Bierchen. Bei der anschließenden Kneipenschlägerei, wurde ich mit einer zerbrochenen Bierflasche aus meiner eigenen Sammlung bedroht. Wieder musste ich flüchten. Aber ich lieferte mein Alt-Glas - außer der zerbrochenen Bierflasche, die ich bei meiner Flucht leider zurücklassen musste - brav beim Alt-Glascontainer ab. 

 

Meine Mitbewohnerin war stolz auf mich und meinte, das wäre ja alles nicht so schwer. Man müsse nur wollen.

Ende Gelände und ein letzter Tipp fürs wahre Profis:

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